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Gesunder Mittelstand = gesunde Wirtschaft
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![]() Wer hat’s gemacht? – Wir haben’s gemacht!* Liebe Leserin, lieber Leser! Deutschland ist das Land Nummer zwei, wenn es um Produktfälschungen geht. Nicht nur beim Gefälscht-werden auch beim Fälschen selber. Auf der anderen Seite ist in Deutschland die Schattenwirtschaft auf einem 18 Jahrestief angelangt, nur (?) noch 344 Mrd. Euro werden am Fiskus vorbei erwirtschaftet (Schattenwirtschaftsprognose des IAW). Das stimmt mutig und froh, denn es heißt, dass mehr Menschen in Lohn und Brot sind, dass mehr Menschen am Aufschwung „made in Germany“ teilhaben. Es heißt aber auch, dass immer noch viele Menschen nicht in legalen Beschäftigungsverhältnissen leben und arbeiten. Was sind die Gründe? Zum einen die Löhne. Und sind wir einmal ehrlich, auch wir schimpfen über die Preise etwa beim Frisör – eine der Gruppen, die einen Mindestlohn erhalten soll. Die Folge ist, dass der Frisör einen Hausbesuch macht, dort dann – nur wegen der wegfallenden Kosten für Haus und Miete – natürlich viel günstiger sein wird. Einen echten Punkt stellen die so genannten Nebenkosten dar. Wasser- und Energiekosten steigen fast täglich. Neben den Nebenkosten gibt es ja auch noch die „Lohn“-Nebenkosten, die einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor ausmachen. Modelle wie die Beihilfe für Beamte, in denen das Land oder der Bund die Krankenkosten übernimmt können auf private Betriebe so nicht übernommen werden. Und man wäre nicht in Europa, wenn man nicht mit überbordender Bürokratie zu kämpfen hätte. Ein ehemaliger bayerischer Ministerpräsident sollte in Europa das Gestrüpp ausdünnen, angekommen ist davon noch nichts ... Im Gegenteil, immer mehr Statistiken, immer mehr Anträge und Formulare, immer mehr Vorschriften regulieren innerbetriebliche Abläufe bis zum Erstickungstod. Durch diesen Erstickungstod wird die dringend benötigte Kreativität gelähmt. Erfindergeister sind mit den falschen Dingen beschäftigt. Anstatt produktiv und kreativ in den Arbeitsprozess eingebunden zu werden, werden Kosten und „Man-Power“ durch Unsinn gebunden. Und je größer eine Firma wird, desto anfälliger und schwerfälliger wird das System. Manager, die heute Autos und morgen Gummistiefel verkaufen, haben wir genug. Was Europa braucht, um erfolgreich am Markt bestehen zu können, sind familiengeführte, mittelständische Unternehmen, die flexibel genug sind, um auf sich verändernde Märkte reagieren zu können. Der Mittelstand und die ihn unterstützende Politik haben‘s gemacht. Was bleibt zu tun, damit wir auch morgen über unsere Wirtschaft sagen können: Wer hat‘s gemacht? In Europa muss dringend wieder der gesunde Mittelstand - familiengeführte, kleine und mittlere Unternehmen, in denen der Unternehmer auch noch unternimmt und sich für sein Handeln verantwortlich zeigt - gestützt werden. Blockaden durch Bürokratie und Bevormundung müssen abgebaut werden, der Zugang zu günstigen (Überbrückung- oder Vorfinanzierungs-)Krediten muss ermöglicht werden. Energie muss auch für „kleinere“ Abnehmer bezahlbar sein – es hilft nicht, nur den großen Energiefressern der Metallindustrie Sonderkonditionen einzuräumen, das Oligopol der Energiekonzerne muss hier eingeschränkt werden, um Ressourcen für Forschung und Entwicklung in den Betrieben wieder frei zu machen. * Zitat von Rainer Brüderle auf dem Bundesparteitag der Liberalen in Karlsruhe Herzlichst Ihr Bernhard Diel
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