Stefan Kupietz GmbH & Co. KG in Oldenburg mit herausragender Entwicklung

Die Firma Stefan Kupietz GmbH & Co. KG aus Oldenburg bekannt für immer neue besondere Farbentwicklungen, hat seit einiger Zeit die Farbe 150 UV-LED im Programm, die sowohl in der Industrie als auch beim Endkunden großen Anklang finden dürfte. Bislang waren die meisten Farben lufttrocknend hergestellt oder als Ölfarbe, die in verschiedene Kartonagen einziehen kann. Diese neue Stempelfarbe trocknet nicht an der Luft, insofern ist sie eher mit einer Ölfarbe vergleichbar, sondern diese härtet sogar durch Lichtbestrahlung aus.

Hierzu benutzt man das sehr langwellige UV- A-Licht, dessen Strahlen kurz nach dem für uns sichtbaren Licht auftreten, etwa in Tageslichtlampen. Die neue Stempelfarbe fängt an zu reagieren, indem sich einzelne Molekülketten bilden. Bei 366 und 385Nm bilden sogenannte Initiatoren kleine sicht- bare Bruchstücke, die Polymerisation beginnt, und es entsteht ein unlösbarer Film. Polymerisation ist der Oberbegriff für Synthesereaktionen, bei denen gleichartige oder unterschiedliche Monomere (nieder- molekulare, reaktionsfähige Moleküle) in Polymere (chemische Verbindung aus Makromolekülen) umgewandelt werden. In diesem Fall handelt es sich um eine Kettenwachstumsreaktion, bei der nach der Startreaktion (Initiierung) eine fortdauernde Anbindung von Monomeren an die wachsende Polymer- kette, die aus sich verbindenden Monomeren besteht, stattfindet.

Viele hervorragende Eigenschaften nach der UV-LED-Bestrahlung

Nach diesem chemischen Vorgang ausgelöst durch UV-LED-Bestrahlung ist der Farbfilm wetterbeständig, lichtecht, lösungsmittelbeständig, chemikalienbeständig, also auch für den Druckbereich eine echte Innovation. „Man müsste diesen Film mühsam herunterkratzen, um ihn überhaupt wieder zu lösen“, so Dr. Gerald Francke, Leiter des firmeneigenen Labors bei der Stefan Kupietz GmbH & Co. KG.

In vielen industriellen Bereichen arbeitet man zur Herstellung eines solchen Farbfilms mit kurzwelligeren UV-Lichtlängen. Dann funktioniert der Härte-Prozess zwar sehr viel schneller, weil auch mehr Energie im Verfahren zum Einsatz kommt. In diesen bislang bekannten Verfahren kommt UV-C- Strahlung zum Einsatz, die insbesondere für das Augenlicht sehr gefährlich werden kann. Darüber hinaus entsteht bei diesen Verfahren Ozon-Bildung. Hingegen ist die relativ langwellige UV-A-Strahlung deutlich weniger gefährlich. Man kennt diese Bestrahlung durch UV-LED schon bspw. in Nagelstudios zum Aushärten des aufgetragenen Lacks.

Das Minimum bei der Bestrahlung mit UV-LED Licht liegt bei 15 Watt, aber je höher die Watt-Leistung ist, desto schneller erfolgt der Härtungs-Prozess. Im Vergleich mit der industriellen Anwendung durch UV-C-Licht ist diese Alternative deutlich kostengünstiger in der wirtschaftlichen Anwendung.

Die Einsatzgebiete dieser neuen, sehr praktischen 150 UV-LED-Farbe sind universell. So kann sie z.B. auf Papier, Kunststoff, Metall, Glas oder auch Holz aufgebracht werden. Darüber hinaus wurde diese besondere Entwicklung seinerzeit vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch das Innovationsprogramm Mittelstand gefördert. Diese besondere Farbe stellt eine aussergewöhnliche Entwicklung aus dem Hause Stefan Kupietz GmbH & Co. KG dar, die in ihren besonderen Eigenschaften nur im Hause Kupietz zu finden ist.