Liebe Leserin, lieber Leser,

Staatssekretäre sind die höchsten Beamten in einem deutschen Ministerium. Normalerweise besetzt der/die/das Minister diese(n) Posten mit Parteifreunden, die etwas von der Sache verstehen, um die es in dem jeweiligen Ministerium geht. Minister Habeck hat derer vier, drei Männer, eine Frau. Und die war vor einiger Zeit ins Fernsehen zu Frau Will gesendet…

Bisher haben viele Wähler immer auf den demokratischen Kern der „Grünen“ gesetzt. Dass die „Realos“ sich offensichtlich doch nicht so haben durchsetzen können, wie es notwendig gewesen wäre, hätte uns allen mit dem Umweltminister Jürgen Trittin (1998–2005) klar werden sollen. So war dieser doch (als Jugendsünde oder doch aus Überzeugung) bei einer Gruppe, die sich aus Trotzkisten und Maoisten zusammensetzte, und hat deren AStA seinerzeit nicht den im April 1977 veröffentlichten und umstrittenen Buback Nachruf publiziert, der sich euphemistisch gesprochen „nicht unfreundlich“ zu der Ermordung des Generalbundesanwalts Buback äußerte?

Egal, immerhin haben wir jetzt das Dosenpfand und die Mehrkosten für die Energie kostet ja auch nicht mehr als eine Kugel Eis – gut, die sind in Großstädten auch schon gerne mal bei 3,00 Euro. Aber ich schweife ab.

Der demokratische Kern der Grünen scheint immer dünner, die Kräfte, die nach einem ökologischen Sturz des bewährten Systems der sozialen Marktwirtschaft streben, werden immer offener und aggressiver. Frau Brantner scheint nun die Fackel ans System legen zu wollen und fabuliert vom „besseren Wohlstand“. Und dieser „bessere Wohl- stand“ wird – wenn Not am Manne (oder auch der Frau) sein sollte, und wir alle wissen, dass das so kommen wird – vom Staat gestützt und mitfinanziert.

Das war ja auch schon immer einer der grundlegenden Fehlideen linker Ideologen: Geld ist da, es muss nur richtig verteilt werden. Das Geld dafür soll also der Staat beitragen, wenn der Bürger das nicht aus seiner Tasche kann. Man fragt sich hier allerdings, wer denn dieser ominöse „Staat“ ist. Ist das nur dieses Verwaltungsungetüm in den Hauptstädten? Oder eventuell vielleicht der Kanzler (frei nach Ludwig XIV von Frankreich)? Oder sind der Staat in diesem Fall vielleicht doch eher wir Steuerzahler – denn das wissen die linken Ideologen offen- sichtlich auch nicht – wir tragen den Staat, dieser hat gar kein Geld, sondern verteilt nur das, was er uns abgenommen hat, um.

Dieser „bessere Wohlstand“ sei dann auch „im Einklang mit der Natur“. Hm, ungefähr genau so wie der Eingriff in die Natur durch die (in vielen Fällen sicher auch sinnvollen) Windenergieanlagen? Ein- griffe durch die stattfindende Bodenverdichtung, Entnahme von Energie aus dem Ökosystem Wind, Abfall aus den Rotoren,… das alles wird weggedrückt, wenn es um die Öko-Lobbyisten geht. Was der eine nicht darf, dürfen andere dafür umso mehr.

Zurück zur Formulierung des „besseren Wohlstands“. Diese Formulierung ist eine Unverschämtheit. Auch wenn „besser“ die Steigerungsform von „gut“ ist, so beschleicht einen doch der Verdacht, dass der Wohlstand bisher offensichtlich „böse“ war und ist, also immer auf Kosten von Anderen erwirtschaftet … Und wieder schlagen die linken Ideologien voll durch.

Wir leben längst nicht mehr in den Zeiten des Kolonialismus, auch wenn Edeka einmal für „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler“ stand (und vielleicht auch noch steht). Die internationalen Beziehungen sind mit denen von vor hundert Jahren ungefähr genauso vergleichbar wie der VW Käfer mit dem aktuellen ID.3. Als wenn der moderne Öko-Wahn auch nur einen Deut besser wäre. Wo kommen denn die unverzichtbaren Rohstoffe für die „Öko-Revolution“ her? Zu erwähnen wäre hier das Lithium, die Sojabohne (die man für Tofu braucht), das für die Rotoren notwendige Carbon wird wahrscheinlich auch im Hinterhofgarten gezogen, und auch wenn die Kohle der Kraftwerke aus Deutschland kommt, hier wird der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben …

Was braucht’s?

Weniger Staat – mehr Eigenverantwortung; mehr globales Denken – weniger Alleingänge; weniger Wenden – mehr Fortschritt! Dann klappt es auch mit (dem feuchten Traum von) der Marktwirtschaft!

Herzlichst Ihr

Bernhard Diel