150 Jahre Stempel und Schilder Schmorrde in Löbau

127 Jahre Albert Walther GmbH in Dresden

Ein Jubiläum der Superlative

Nahezu drei Tage konnten der Inhaber der Firma Stempel und Schilder Schmorrde in Löbau, Herr Reinhart Keßner zusammen mit seiner Familie, dem gesamten Team und den geladenen Gästen das 150-jährige Jubiläum der gleichnamigen Firma, und das 127-jährige Bestehen der Albert Walther GmbH, einem von Keßner erworbenen Traditionsunternehmen, begehen.

Ein Highlight jagte das andere, so hatte Familie Keßner ein umfangreiches Programm geplant, das seinesgleichen sucht.

Am Vorabend des Jubiläums konnten die bereits angereisten Gäste anlässlich einer Wirtschaftsgesprächs-Veranstaltung im Bürgerhaus Niesky (organisiert durch die Sparkasse) dem Referat des Trigema-Inhabers Wolfgang Grupp über den Stellenwert der Unternehmerischen Verantwortung als Voraussetzung für den Erfolg in Deutschland beiwohnen. Kaum einer in seiner Branche kann dies sicherlich so gut beurteilen wie er, produziert Herr Grupp im Gegensatz zu seinen vielen Wettbewerbern ausschließlich in Deutschland. Der sehr interessante Vortrag bildete den Auftakt zu den Keßner’schen Jubiläumsfeierlichkeiten.

Diese starteten mit einem Vormittagsempfang am Wettiner Platz in Löbau, direkt vor dem Stammhaus der Firma Schmorrde. Hier standen nun die Produktion und das firmeneigene Museum im Vordergrund. Aber auch für das leibliche Wohl war gesorgt, so gab es ein Barbecue mit Thüringer Bratwürsten und Bier-Ausschank direkt auf diesem schönen Marktplatz.

Zur Festveranstaltung in der Löbauer Messehalle kamen am Nachmittag rund 400 geladene Gäste, darunter der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Dr. Jörg Dittrich, der Görlitzer Landrat, Bernd Lange, der Löbauer Oberbürgermeister, Dietmar Buchholz und auch der Vorsitzende der Bundesinnung für das Flexografenhandwerk, Uwe Herrmann.

Inhaber Reinhart Keßner führte mit seiner Familie durch das Festprogramm, welches mit musikalischen und künstlerischen Höhepunkten gespickt war. Ein solcher war sicherlich der Vortrag des Südtiroler Extrem- Alpinisten Reinhold Messner, der über das Thema „Berge versetzen – das Credo eines Grenzgängers“ referierte. Darüberhinaus stand der Festnachmittag- und Abend im Zeichen der Vorstellung der Lieferanten und Geschäftspartner der Firma Schmorrde, bei denen sich der Firmeninhaber für ihre Unterstützung bedankte.

Die Beine vertreten oder einen Gang zum bereitgestellten Buffet unternehmen konnten sich die geladenen Gäste im Anschluss an den Festakt auf dem Gelände der 6. Sächsischen Landesgartenschau, bevor es dann zu einem weiteren Höhepunkt des Tages, zur Abendveranstaltung in der Löbauer Messehalle ging. Etwa 2.400 Besucher nahmen denn auch an selbiger teil, wo zunächst von Familie Keßner die beiden offiziellen Jubiäumsprojekte – das Haus Schminke – ein bereits in Teilen restauriertes, die „Goldenen Zwanziger“ reflektierendes Kulturerbe, und ein Gipfelbuch für den auf dem Löbauer Berg stehenden König-Friedrich-August-Turm, einem in Europa einzigartigen Gusseisernen Aussichtsturm – präsentiert wurden.

Der Präsentationsfilm der Firma Schmorrde brachte den Gästen die Firmeneigenen Spuren, die auch vor allem der Vater von Reinhart, Karl Keßner in der Firma und in der Löbauer Geschichte hinterlassen hat, nahe. `Spuren im Sand’ „schaffte“ anschließend der beeindruckende Auftritt der Sandmalerin Kathrin Weißensee. Hieran schloss sich der neueste Vortrag von Reinhold Messner mit dem Thema „ÜberLeben“.

Der sowohl welterfahrene aber auch Menschen nahe Messner signierte im Anschluss noch seine Bücher und gab hunderte von Autogrammen. Eine After-Show Party ließ den bedeutsamen Tag ausklingen.

Der Besuch des Löbauer Traditionsunternehmens stand am folgenden Tag noch bei Reinhold Messner auf dem Programm, der sich auch das firmeneigene „Traditionskabinett im Haus der Stempel“ anschaute, und im Anschluss gemeinsam mit Familie Keßner den König-Friedrich-Ausgust-Turm bestieg, um sich dort in das Gipfelbuch einzutragen.