Graviertechnik

Charakteristik - Tätigkeitsmerkmale

Durch die Neuordnung der sog. gestaltenden Metallberufe wurde der Graveur überarbeitet. In diesem Zusammenhang sind auch neue Berufe, etwa der Metallbildner sowie Metall- und Glockengießer entstanden. Diese Berufe wurden am 15. Mai 1998 erlassen und traten am 1. August 1998 in Kraft.
Um eine hohe Flexibilitat der ausgebildeten Facharbeiter zu erreichen, wurde das Berufsbild Graveur in zwei Schwerpunkte gegliedert: in Flachgraviertechnik und Reliefgraviertechnik.
Flach- und Reliefgraviertechnik umfassen ein breites Ausbildungsspektrum, wobei es aber je nach Arbeitsplatz auch zu Überschneidungen der Tätigkeitsbereiche kommen kann.
Bei der Neuordnung der sog. gestaltenden Metallberufe, die für die Berufe Graveur, Metallbildner und Metall- und Glockengießer galt, wurde die Lehrzeit von 3 I/2 auf 3 Jahre verkürzt. Diese Berufe haben zukunftig eine gemeinsame Grundbildung.
Die Aufgaben des Graveurs sind sehr breit gefächert. Technische und künstlerische Gravuren wechseln je nach Betriebsprofil und Angebotspalette. Die schmückende Gravur auf Einzelstücken nach Vorstellungen des Kunden und nach eigenen Entwürfen ist noch immer sehr gefragt.
Jagdwaffen, Schmuck, Zier- und Gebrauchsgegenstände werden ebenso graviert wie Formen für die Ur- und Umformtechnik. Prägestempel, Prägewalzen, Heißprägestempel in verschiedenen Ausführungen werden in unterschiedlichem Material graviert. Technische Gravuren auf Werkzeugen, Maschinenteilen und in Formen sind Aufgaben, die ein Höchstmaß an Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein erfordern. Die zu gravierenden Teile sind bereits durch die Vorfertigung sehr kosten- und materialaufwändig.

Das Gravieren von Schildern in unterschiedlichen Materialien und zum Teil sehr aufwändigen Gestaltungen ist ebenso Aufgabe des Graveurs wie das Gestalten von Oberflächen auf Gegenständen durch Guillochieren, Damaszieren und andere Ätztechniken.