BIF_BIV_2012_Referate


Im Anschluss an die Mitgliederversammlung erweitern drei Vorträge den Wissensstand der Zuhörer. Zunächst ein Referat von Maria Hardt. Fachanwältin für Arbeitsrecht beim Bundesverband Druck und Medien, das mit „Arbeitszeitkonten und flexible Arbeitszeitgestaltung“ befasst war.

Über „Faser-Laser – Technologische Möglichkeiten und Grenzen“ referierte Herr Michael Ebel seines Zeichens Vertriebsleiter bei der Firma Franz Hagemann GmbH & Co. KG. Einen thematischen Wechsel markierte das Thema „Neue Software für den Stempelsatz“ von Reiner Boes aus Penzberg.

Arbeitszeitkonten und flexible Arbeitszeitgestaltung

Zunächst ging Frau Hardt auf die Vorteile flexibler Arbeitszeitgestaltung für die Betriebslenkung ein. So bildeten die Entkoppelung von Arbeitszeit und Betriebszeit durch Arbeitszeitverteilungspläne oder auch die Entkoppelung von Arbeitszeit und Arbeitsentgeld durch ein verstetigtes Entgelt, sinkende Personalkosten durch entfallende Überstundenzuschläge, kundenorientierte Arbeits- und Betriebszeiten, verbesserte Maschinenauslastung, verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, Einbeziehung der Arbeitnehmer hinsichtlich der Arbeitszeitgestaltung und eine verbesserte Mitarbeiterbindung wesentliche Vorteile einer möglichen Arbeitszeitflexibilisierung. Dabei stünden Tarifverträge dem nicht entgegen, da die Verteilung der 35 Stunden Wochen-Arbeitszeit durchschnittlich zu erbringen ist. Bei den Zeitkonten könne ein Umfang von bis zu 220 Plus- und 70 Minusstunden bestehen. Bei unterschiedlicher Verteilung der Arbeitszeit über einen Zeitraum von mehreren Wochen, müsse ein Ausgleich durch freie Tage stattfinden. Solche Regelungen könnten natürlich auch in Betrieben ohne Betriebsrat eingesetzt werden, in Betrieben mit Betriebsrat hätte dieser ein Mitbestimmungsrecht. Hierbei müssten dann die Belange aller Mitarbeiter gleichzeitig Berücksichtigung finden. Die Grenzfindung dieser Regelung läge bei den 8 Stunden täglicher Arbeitszeit; diese dürfe nur auf 10 Stunden ausgeweitet werden bei Einhaltung der gesetzlichen Ausgleichsräume.

Da im Manteltarifvertrag die Zeiträume zur Verteilung nicht explizit ausgenannt würden, könne eine Verteilung sogar über ein ganzes Jahr hinweg erfolgen.

Um die Auslastung des Unternehmens perfekt zu organisieren, könnten bei Schwankungen ungleichmäßige Arbeitszeiten festgelegt werden. Dies bedürfe jedoch klarer Regeln, z.B. die Festlegung von An- und Absagefristen, eine für das Unternehmen geeignete Definition von Überstunden und Regeln für die Einteilung von Mitarbeitern. Bei der Durchführung dieser individuellen Arbeitszeitgestaltung durch Zeitkonten würde die tarifliche Sollarbeitszeit mit der tatsächlich geleisteten verbucht. Ein echter Vorteil bestünde jedoch nur dann, wenn der Mitarbeiter das Zeitguthaben durch freie Zeit abbauen würde.

„Faser-Laser – Technologische Möglichkeiten und Grenzen“

In dem Vortrag von Herrn Michael Ebel wurde den Zuhörern die Leistungspalette der cameo-Lasersysteme nähergebracht. Mit einem Partnersystem über ganz Deutschland verteilt, bekämen Kunden hier ein Gerät mit diversen Serviceleistungen angeboten. Die Vorteile der Geräte lägen auf der Hand: präzise Arbeitsweise mit bester Bildgravur, niedrige Betriebskosten, Laserschutzklasse 2, extrem wandlungs- und anpassungsfähig und eine bestehende Kompatibilität zu allen Grafikprogrammen. Mit dem Faserlaser im Gegensatz zu einem Nd-Yag-Laser wäre eine große Zuverlässigkeit verbunden, eine routinemäßige Wartung und Kalibrierung entfiele, ein routinemäßiger Austausch von teuren Dioden könne eingespart werden und man habe eine einfach einzubauende Laserquelle, die dennoch sehr kompakt sei. Mit dem Flachbettsystem der Fliegenden Optik erfülle man den derzeit höchsten Stand der Technik in punkto größerer Arbeitsfläche, der Gravur vieler Kleinteile in einem Arbeitsgang, eine einfache Erschließung des Werkstücks aufgrund der X/Y-Positionierung, einer gleichbleibenden Punktgröße und Leistungsdichte im gesamten Arbeitsbereich, und nicht zuletzt kann jeder mit dem Lasersystem umgehen, auch ohne aufwendige Schulung.

Neue Software für den Stempelsatz

Der Referent reiner Boes aus Penzberg stellte anhand von Folien unterschiedliche Anwendungsmerkmale seiner von ihm entwickelten Software vor. Er zeigte Anwendungsmöglichkeiten auch im Hinblick auf den Bereich der Stempelherstellung.

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